Das ECCM (ElternColleg-Christa Meves) entsprang der Idee, die langjährigen Praxiserfahrungen der Kinder-und Jugendlichenpsychotherapie, sowie die Erfahrungen von gestandenen Familienmüttern als eine allgemeine pädagogische Vertiefung des Wissens nachhaltiger zu verbreiten. Dabei sollte vor allem auch das Potential an praktischen Erfahrungen der Mütter mit eingebracht werden. Gedacht ist hier vorab an solche Frauen, deren Erziehungsarbeit schon bereits im Begriff ist, beendet zu werden, besonders an die kinderreichen Mütter. Allerdings soll diese Fortbildungsarbeit auch für Personen geöffnet sein, denen – aus welchen Gründen auch immer – eine solche Fortbildung dienlich sein kann.


 

Sind Sie an einer Schulung durch das ECCM interessiert?

diese Collegs werden - wenn sich genug Teilnehmer gemeldet haben - an einem erweiterten Wochenende in einer Art Brainstorming - bisher meist in Uelzen – einige Tage lang durchgeführt.

Der Termin für die nächste Schulung ist noch nicht festgelegt. Sobald er möglich ist, wird er auf dieser Homepage bekanntgegeben werden.

 

Falls sie interessiert sind, senden Sie bitte eine kurze Nachricht mit Ihrer E-Mail-Adresse an meinen Koordinator, Hermann Hartenstein. Er wird Ihnen dann genaue Informationen, sowie Bewerbungsunterlagen zusenden.

 

Seine Kontaktdaten sind:

Hermann Hartenstein, Am Ederberg 16, D 84574 Taufkirchen, Tel: 08638-88 87 86   E-Mail: ElternCollegChristaMeves@t-online.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Kopie aus der Wochenzeitung „Rheinischer Merkur“ Ausgabe Nr. 45 vom 4. November 2004

HERAUSGEBER ZU FRAGEN DER ZEIT

  Warum Elternschulen nützlich sind

Christa Meves

Was kann man tun, wenn man als Beobachter des Zeitgeschehens erkennt, dass der Trend der Gesellschaft, in der man sich befindet, einem Zug von Lemmingen gleicht, der sich auf den Abgrund zubewegt? Schweigen, weil klar ist, dass man als Einzelner ohnehin machtlos ist? Sich resignierend mittreiben lassen oder fliehen? Aber, so frage ich weiter, hat nicht auch der Machtlose eine Mitverantwortung für die Zukunft? Und ist da nicht wenigstens Widerstand im Kleinen angebracht, wenn sich schon im Großen nichts ausrichten lässt?

Aus Überlegungen dieser Art ist das Projekt ECCM (Elterncolleg Christa Meves) aus dem Verein VFA (Verantwortung für die Familie e.V.) mit Sitz in Uelzen hervorgegangen. Wenn in Deutschland nun einmal hartnäckig versucht wird, die „Lufthoheit des Staates über die Kinderbetten" mithilfe flächendeckender Einrichtungen von Kinderkrippen, Kindertagesstätten und Ganztagsschulen zu installieren, obgleich wissenschaftlich einwandfrei erwiesen ist, dass das Erziehen in der Familie (besonders in den ersten Lebensjahren) sehr viel bessere Ergebnisse bringt, und wenn keiner der Mächtigen unseren „Rettungsring" „Mutter als Beruf aufgreift, müssen wir selbst versuchen, jungen Eltern zu ihrem Glück zu verhelfen.

So hat unser Verein in diesem Jahr damit begonnen, Leiter bzw. Leiterinnen für Elternschulen auszubilden, die bundesweit in regionalen Gruppen eingerichtet werden sollen. Wir meinen, dass Information auf diesem Sektor dringend nötig ist. Schließlich haben die Ergebnisse der neuen Hirnforschung das psychotherapeutische Erfahrungswissen darüber bestätigt, wie wichtig die naturgerechte Pflege des Kindes während der Erstphase seiner Hirnentwicklung ist.

 

Dadurch bekommen die Eindrücke des Kindes in seiner ersten Lebenszeit ein ganz besonderes Gewicht. Nicht erst in der Säuglingszeit, sondern schon in der vorgeburtlichen Phase, ist das Verhalten der Mütter bedeutsam. Das Wissen darüber ist in unserer denaturierten technisierten Zeit weitgehend verlorengegangen. Neue Information ist unumgänglich geworden.

 

Auch muss z. B. die Eheführung neu gelernt werden, um dem kinderschädlichen Scheidungsboom entgegenzuwirken. Die Eltern müssen sich mithilfe der Hormonforschung neu als die Grundverschiedenen verstehen lernen, um den Kindern harmonische Vorbilder sein zu können. Und wie viel Erziehungsarbeit ist erst als Vorbereitung auf die Pubertät mit all ihren Außengefahren nötig! Zudem ist den Menschen in unserer Zeit neu bewusst geworden, dass die kleinen Wildlinge einer Kultivierung bedürfen, wenn sie nicht ausufern sollen.

 

In Frage kommen für diese Aufgabe gestandene Familienmütter-und-väter, die in eigener Regie Kinder mindestens schon über die Grundschulzeit hinaus erzogen, eine pädagogische Ausbildung und gleichzeitig einen gesunden Menschenverstand haben. Mit anderen Worten: Sie werden in der Vorbereitungsphase darauf getestet, ob es ihnen gelungen ist, sich von den destruktiven Aspekten des Zeitgeistes freizuhalten. Bedingung ist weiterhin, dass die Aspiranten beziehungsweise Aspirantinnen ihre geistige Basis im christlichen Glauben haben.

 

Mit einer so ausgelesenen Schar ist bereits eine Intensivausbildung erfolgt, so dass in einigen süd- und norddeutschen Regionen im kommenden Jahr die ersten Elterncollegs an den Start gehen werden. In einjährigen Kleingruppen werden dann junge Eltern, oder solche, die es werden wollen, für ihr Erziehen ausgebildet, nachdem das Projekt regional bekannt gemacht worden ist.

 

Die Kurse wollen den Eltern durch Information von pädagogischer Erfahrung und neuer neurologischer Erkenntnis die Möglichkeit geben, schwerwiegenden Fehlern aus dem Weg zu gehen, um so die Hoffnung zu mehren, einst das Glück gelungener Erziehung ihrer Kinder zu ernten. Vor allem soll auf diese Weise der Versuch gemacht werden, Eltern nicht weiter so allein zu lassen und sie nicht unguten Einflüsterungen auszusetzen.

Die Familie hat sich als unaufgebbar erwiesen. Wenn die Moderne nicht intellektuell weiter abdriften will, sollten wenigstens bemühte wache Eltern eine Chance bekommen, ihrem Nachwuchs zur Entfaltung ihres genetischen Optimums zu verhelfen. Mit einer veralteten Ideologie als Zugpferd lässt sich das jedenfalls nicht bewerkstelligen.