VERANTWORTUNG FÜR DIE FAMILIE E. V.

FREUNDESKREIS CHRISTA MEVES

Uelzen, im September 2013

Liebe Freunde,

lange warten Sie auf den diesjährigen Freundesbrief. Der Grund für mein Zögern lag aber nicht in einem altersbedingten Rückzug, sondern in der Fülle der Beanspruchung.

Ich möchte Sie darüber informieren, welche gesellschaflichen Veränderungen es waren, die mich in den vergangenen Monaten tätg werden ließen: Die Folgen des ideologischen Trends, der hierzulande vor fast 50 Jahren maßgeblich wurde, treffen zur Zeit in solch erschreckender Vielzahl ein, wie ich das in meinen ersten Büchern prognoszierte. Die Voraussagen treten ein. Die drei Hauptziele der „Erneuerer“1, die Zerstörung der Familie, die Abschaffung der Autorität und die Ent­fesselung der Sexualität, werden z. Zt. in aller Unverblümtheit im Mainstream lauter denn je propagiert. Darüber hin­aus: Die Folgen einer im Einzelleben unglücklich machenden Zukunftsminderung durch seelische Störungen, die die Ar­beitsfähigkeit besonders in der jungen Generation mindern, eskalieren. Das steigerte meine schon lange währende Be­unruhigung und ich verfasste darauf in einen Aufruf in Form der Kleinschrift: „Mütter, entwertet, beraubt, vergessen“ (FE-Medienverlag Kisslegg). Ich habe in Verlautbarungen und Freundesbriefen vor einer solchen Negativentwicklung immer schon gewarnt, gleichzeitig aber auch gesündere Erziehungs- und Lebens­weisen vorgeschlagen.

Was die letzten Monate so spannungsreich machte, ist vor allem die Unverfrorenheit, mit der dieses zerstörerische Konzept in der Öffentlichkeit als das Richtige, das Fortschrittliche verkündet wird. Glaubt man von den Thronen medialer und politischer Macht aus so einhellig, die Bevölkerung für dumm verkaufen zu können? Meint man wirklich, glauben machen zu können, dass die Krippe Babys besser bekommt als das Zufriedenwerden an Mutters Brust? Glaubt man entgegen internationalen Erfahrungen 2 mit all den wissenschaftlichen Studien einschließlich der Hirnforschung, 3 man könne den Menschen durch Kollektivierung vom Lebensanfang an zu seelischer Ausgeglichenheit und einer optimalen Enthaltung seiner Begabungen erziehen? Meint man es schaffen zu können, der Bevölkerung ihre jeweilige geschlechtliche Idendität als Mann oder Frau so verunsichern zu können, dass die als Kinder so Behandelten spätestens in der Pubertät darüber ernsthaft nachdenken, ob sie nicht doch besser und erfolgreicher als bekennende Schwule, als lesbisch, als bi- oder transsexuell orientiert durchs Leben gehen wollen? Werden die vielen Menschen, die doch immer noch von einem gesunden Menschenverstand gekennzeichnet sind, es wirklich zustimmend hinnehmen, sich trotz ihrer so ungleichen Individualität unter den Rasenmäher eingepaukter Gleichheit zwingen zu lassen? Und das auch noch un­ter der absurden Vorstellung, damit Gerechtigkeit erwirken zu können? Ist so viel offen bekundete Verdummung wirklich mehrheitlich möglich?

Die Frage, ob durch Angleichung aller an alle gedeihliche Friedfertigkeit entsteht, ist schließlich längst als ein Vernichtungsprogramm negativ beantwortet worden.4 Was so entsteht, ist lediglich neue, verwirrende, sich immer mehr verstärkende Ungerechtigkeit und Schwächung auf Kosten aller, weil in solchen Schul- und Ausbildungssystemen das allgemeine Leistungsniveau absinkt5 und wirtschaftliche Konkurrenzfähigkeit gemindert wird. Um das nicht einfach


Aber nun das Erfreuliche: Es ist eine große, fruchtbare Unruhe in der Bevölkerung entstanden! Ringsum erwacht der Wille, sich nicht länger mit diesem Zeitgeist zu verheiraten und unnachdenklich darin mitzulaufen.
In mehreren Ländern Europas entstehen Demonstrationen: Die Franzosen wenden sich zu Tausenden gegen gleichmachende Re­gierungsprogramme dieser Art. In Deutschland wandern Tausende weiße Kreuze vor das Berliner Parlament. In der Schweiz und in Kroatien wird am verfrühten, den Kindern pornografisch servierten, obligatorischen Sexualkundeunterricht in der Grundschule gerüttelt.6Und im Fortschrittsland Schweden weigern sich Lehrer, die zur Vielzahl gewordenen unruhigen Kinder noch unterrichten zu wollen.7Neue Verbände entstehen zur Rettung der Familie, die dies in ihren Programmen haben und unerschrocken eine sich weit verbreitende Aktivität entwickeln.schweigend hinzunehmen, versende ich für unseren Freundeskreis „Meves aktuell“-Mails. Eine Sammlung dieser Kurzmeldungen erscheint unter dem Titel: „Neue Beweise gegen einen veralteten Zeitgeist“
(FE-Medienverlag 7,80 €).

Im Wahlkampf hierzulande wird neuerdings bei der CDU die Familie und ihre Belange zum Hauptthema ernannt. Aber hält wenigstens diese Partei am Familienbegriff des Grundgesetzes fest, das die Familie wegen ihrer Gewichtigkeit für die Zukunft unter den besonderen Schutz des Staates stellt? Immerhin, sogar eine Rente für Geringverdienende hat die Bundeskanzlerin Angela Merkel versprochen. Und in dieser Kategorie befinden sich ja auch die Mütter der dadurch ans Haus gebundenen kinderreichen Familien.10

Auch Papst Franziskus I. verkündet in seiner ersten Enzyklika „Lumen fidei“ die Unaufgebbarkeit einer zusammenhaltenden Familie. Und in Norwegen ist es möglich geworden, dass eine Regierung ihr Genderinstitut schließt, weil ein intelligenter Clown die Tatsache, dass der Kaiser nackt ist, so herrlich lächerlich gemacht hat, dass die gerade erst durch einen Massenmord schwer durchgeschüttelte Bevölkerung dort in ein befreiendes Gelächter ausgebrochen ist.11

Die Hamburger BAT-Stiftung für Zukunftsfragen wollte in einer Befragung wissen, was den Bürgern heilig ist. Die Familie steht ganz oben. Die Familie sei für viele Menschen der „Ankerpunkt im Leben“.8 Der massive und kostspielige Ausbau der Krippen in Deutschland führt aber dazu, dass Familien, denen es wichtig ist, ihre Kinder selbst zu erziehen, im Abseits der Politik stehen. Dies ist derzeit bereits der Fall: Ein Betreuungsgeld in Höhe von 100 € kann nicht kompensieren, dass diese Familien mit Kindern mit jedem Monat, dem sie sich der Erziehung ihrer Kinder anstatt der Erwerbstätigkeit widmen, erhebliche Einbußen beim Einkommen und in der späteren Rente erfahren, schreibt unser Partnerverband Bündnis Rettet die Familie.9

Durch diese Steigerung der öffentlichen Aufmerksamkeit meiner Themen in den vergangenen Monaten bekam ich mehr als genug zu tun. Vortrags-, Radio- und Interviewanfragen von christlichen Zeitungen kumulierten. Ist es jetzt nicht von allergrößter Wichtigkeit, dass wir eine Familienpolitik der Vernunft dadurch stützen, dass wir das entscheidende Wissen der Bevölkerung möglichst laut vermitteln?

Die Situation ist also mitnichten hoffnungslos; aber sie wird erst dann echte Zugkraft entwickeln, die nötig ist, um unseren Karren aus dem Sumpf zu ziehen, wenn wir der eigentlichen, der tiefsten Ursache dieses fulminanten Fehlweges Paroli bieten: Wir müssen die modische Wirrnis als ein Verlaufen zum Sündenfallstatus nicht nur erkennen, sondern auch benennen.12 Wir müssen sie unerschrocken als den hochmütigen Versuch kennzeichnen, sich um Gottes Allmacht nicht mehr kümmern zu brauchen, indem man die Grenzen der Schöpfungsordnung überschreitet und stattdessen überheblich meint, den Menschen allein nach eigener Maßgabe sogar machen zu können. Entscheidungen über Leben (Klonen, PID) und Tod (Euthanasie) unter dem Aspekt ihrer Zweckmäßigkeit anzugehen, hebt das Ego und dessen dann rasch wuchernde Profitgier und Machtlust auf den Thron. Dass das nicht funktioniert, hat die Menschengeschichte immer wieder gezeigt, so z.B. den Zerfall der Sowjetunion.

6 Laun, A.: Kirche heute 7/2013, S. 14

7 Wie Kindertagesstädten eine Nation zerstören können, http://www.der-fels.de/2002/02-2002.pdf

8 epd, 29.04.2013

9 http://www.rettet-die-familie.de

10 http://www.finanzen.de/news/14285/muetterrente-angela-merkel-sagt-ja-zur-rentenerhoehung-fuer-muetter

11 http://obristlink.wordpress.com/2012/09/07/gender-institut-im-genderland-norwegen-geschlossen-infolge-eines-films/

12 Genesis 2,17

2

Wir müssen angesichts dieser Situation neu in unseren Geist einbrennen, dass wir ohne den Herrn nichts tun können. Dass wir dann ohne Chance auf Zukunft bleiben werden. Das heißt praktisch: Wir müssen den christlichen Glauben in un­serem Alltag, in unseren Familien leben, wir müssen uns nach seinen Prämissen ausrichten und diese den Kindern vor­leben. Wir müssen die Kinder wieder zum Glauben erziehen. Wir müssen ihnen im Religionsunterricht vermitteln, dass Christus wirklich ganz real der Weg, die Wahrheit und das Leben ist und dass man das aus der Heiligen Schrift und seinen vielen Konkretionen lernen kann.13

Dringlich brauchen wir auf dem Boden einer solchen geistigen Wende, besonders in der Pädagogik, eindeutige, kindgemäße, dem jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder entsprechende Schulbücher! Und hier ist bereits ein Glühwürmchen unermüdlich aktiv, – in Gestalt eines Vereins mit Namen: „Lernen für die Deutsche und Europäische Zukunft e.V.“ (LDEZ). Seit Jahrzehnten ackert hier der hellsichtige Pädagoge Wolfram Ellinghaus. Er bemüht sich vor allem mithilfe der Verlautbarungen seines Vereins, die Lehrerschaft auf pädagogisch vertretbares Lehrmaterial hinzuweisen. Im Zuge dieser Aufgabe (und um solche Schulbuchautoren mit einem Preis zu ehren) hat Wolfram Ellinghaus sich bereits seit Jahren auf Entdeckungsreise nach wirklich guten Lehrbüchern für den Religionsunterricht gemacht. Seitdem türmen sich stapelweise die gängigen Religionsbücher in seinem Arbeitszimmer. Er suchte nach einem vertretbaren Religionsbuch, aber er fand es nicht!

Erst mit der hervorragenden Schulbuchreihe von Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun im österreichischen Salzburg löste sich seine Bedrängnis. Mit dem Titel: „Der Christ in der modernen Welt“ (Verlag Glaube und Leben, Salzburg) wird diese Reihe als krönender Gesamtüberblick abgeschlossen. Der Vorstand von LDEZ e.V. entschied sich deshalb, Prof. Laun hierfür den Schulbuchpreis 2013 zuzuerkennen.

Warum erzähle ich Ihnen das? Unser Verein „Verantwortung für die Familie“ hat diese Initiative sehr begrüßt. Wie wichtig ist dieses Schulbuch! Deshalb laden wir Sie, unsere Freunde, zu dieser besonderen Preisverleihung ebenfalls herzlich ein. Wir wollen durch unser Mittun als Verein zu der so notwendigen christlichen Bildung der jungen Generation beitragen. Der immer kirchenfernere Mensch muss nachhaltig über die Brauchbarkeit des Christentums für das eigene Leben unterrichtet sein, da­mit er wieder danach handeln kann!

Wir wollen mithelfen, jeder auf seine Weise und jeder an seinem Platz, unserem so von üblen Vorschlägen angefochtenen Zeitgeist mit vernünftigen, sachverständi­gen, plausibel dargelegten Begründungen Paroli zu bieten, wie es in diesem Schul­buch geschieht.

Dieses Werk und sein Autor werden am 3. Oktober im Haus der Künste in München geehrt. An diesem Morgen werden dazu auch Vorträge gehalten – umrahmt von schöner Musik und nachbereitet durch Gespräche im Foyer. Besonders hin­weisen möchte ich auf den Beitrag des so klarsichtigen Theologen Prof. Dr. Klaus Berger, Universität Heidelberg, einer von den hervorragenden Geistern. Auch ich wurde zu einem Vortrag gebeten.

An dieser Preisverleihung des Vereins LDEZ e.V. beteiligen wir uns mit einer Einladung auch unseres Vereins. Wir nehmen das als eine Möglichkeit zum Zusammentreffen und zu persönlichen Gesprächen mit Freunden auf. Wir brauchen unser Zusammen-halten in der Klarheit der Zielrichtung. Das christliche Abendland darf nicht untergehen! Das sollten wir vielfältig bekunden.

Wir freuen uns daher, zu dieser schönen Feier in München viele von Ihnen wiederzusehen!

Sehr herzlich danken wir auch allen so reichhaltig und freudig spendenden Freunden! Dank Ihrer Hilfe können wir so vermehrt Eltern über die so wesentlichen Grundbedürfnisse eines Heranwachsens zu seelischer Gesundheit informieren und den leider vielfältig verbreiteten Fehlinformationen entgegentreten. Gerne senden wir Ihnen auch unsere diesbezüglichen Flyer zur weiteren Verbreitung kostenfrei in der gewünschten Anzahl zu.

13 Johannes Evangelium 14,6

 

 

Kuratorium Deutscher Schulbuchpreis

E I N L A D U N G

Festakt zur Verleihung des Deutschen Schulbuchpreises 2013

Donnerstag, den 03. Oktober 2013,

11.00 Uhr im Festsaal des Künstlerhauses München, Lenbachplatz 8, 80333 München

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen.

Ausgezeichnet wird das Buch

Der Christ in der modernen Welt”

aus der Reihe „Glaube und Leben”

von Weihbischof Prof. Dr. Andreas Laun, Salzburg

Der Preis besteht aus einer Urkunde und 5000,-- €

Den musikalischen Rahmen gestaltet der Kammerchor vox nova, Dirigent: Andreas Stadler

Nach der Preisverleihung lädt „Verantwortung für die Familie e.V.”

zu persönlichen Gesprächen und einem kleinen Umtrunk ein.

Prof. Dr. Walter Schweidler Wolfram Ellinghaus

Vorsitzender LDEZ e. V. Vorsitzender Kuratorium

Programm des Festaktes zur Preisverleihung

Beginn 11.00 Uhr

Musik: H. Distler: „Verleih uns Frieden - Wie der Hirsch schreiet - Also hat Gott die Welt geliebt”

Begrüßung durch den Vorsitzenden von Lernen für die Deutsche und Europäische Zukunft e.V.

PROF. DR. WALTER SCHWEIDLER

Begrüßung durch den Vorsitzenden des Kuratoriums

WOLFRAM ELLINGHAUS

Grußworte

JOSEF KRAUS, Präsident des Deutschen LehrerverbandesDr. Diethardt Roth, Altbischof der Selbständigen Evang.-Luther Kirche (SELK)Hans Hornisch, Bund Freier evang. Gemeinden, Südbayern

Musik: C. Monteverdi „Laudate Pueri da capella”

FestredenPROF. DR. BERGER“Von Schulmeistern und Schulbüchern – die Schule als Schöpfungsprinzip”

Musik: P. Kostiainen „Pater noster”

CHRISTA MEVES

Aufbruch zur Klarheit in der Wirrnis unserer Zeit”

Übergabe des Preises

Musik: H. Schütz „Die Himmel erzählen”

Dankadresse

WEIHBISCHOF PROF. DR. ANDREAS LAUN, SALZBURG

Musik: V. Miskins „Cantate Domino – Ave Maria”

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VERANTWORTUNG FÜR DIE FAMILIE E. V.

Freundesbrief Christa Meves September 2013
2013-09 Freundsbrief Christa Meves.pdf
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Freundesbrief Christa Meves - Herbst 2012
Freundesbrief Herbst 2012.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom Februar 2012
Freundsbrief Februar 2012.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom Oktober 2011
Freundesbrief Okt. 2011.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom Januar 2010
Freundesbrief Jan. 2010.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom Oktober 2009
Freundesbrief Oktober 2009.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom März 2009
Freundesbroif März 2009.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom Oktober 2008
Freundesbrief Oktober 2008.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom Februar 2008
Freundesbrief Febr. 2008.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom September 2007
Freundesbrief Sept.2007.pdf
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Der Freundesbrief von Christa Meves vom März 2007
Freundesbrief März 2007.pdf
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